Das altehrwürdige Kirchdorf Bachfeld schöpft seit Jahrhunderten seine wirtschaftliche Grundlage aus der Landwirtschaft. Es liegt in einem weiten Tal, von Vorbergen des Thüringer Waldes umgeben. In der hier gesprochenen itzfränkischen Mundart ist der Ort unter den Namen „Boffld“ bekannt und wird in früheren Urkunden auch so in ähnlicher Weise benannt. Seine älteste urkundliche Erwähnung findet man in einer Klosterurkunde aus Fulda. Sie beinhaltet die Verurteilung zur Herausgabe der Ländereien in Bachfeld und Heid wegen eines Pferdediebstahles im Jahre 929. 
Bachfeld mit seiner mehr als 1000 ha großen Gemeindeflur ist seit jeher das größte Bauerndorf des Landkreises Sonneberg. Ursprünglich waren in Bachfeld 2 Haupthöfe, der Petter- oder Scheeßhof und der Schaumburgerspäter Pfarrhof und einige Nebenhöfe. Daraus lässt sich wohl auch die im 14. und 15. Jahrhundert erwähnte reale Existenz von 2 Kirchen in Bachfeld erklären. Durch die Plünderungen und Brandschatzungen des 30-jährigen Krieges kamen die Wustungen Bottigental, Gundersdorf und Wollmitz, später die Gemarkung Grub zu Bachfeld. Heute gehört auch der kleine Weiler Gundelswind zur Gemeinde. Die beiden dem Thüringer Wald entspringenden Flüsse Itz und Krellsen dürften, verbunden mit der weiträumig den Ort umgebenden Ackerflur, bestimmend für den Ortsnamen Bachfeld gewesen sein. Ursprünglich reihten sich die Gehöfte an beiden Seiten des Krellsenbaches, der in einem flachen, steinigen Bett durch den Ort floss und in früheren Zeiten gleichzeitig als Dorfstraße mitgenutzt wurde. |  |
Von den ehemaligen 3 Bachfelder Mühlen existiert nur noch die Untere Mühle als Gebäude, sie war Schaumburger Besitz.Bachfeld umgeben drei Burganlagen aus verschiedenen Zeitabschnitten. Om Norden eine Keltenfestung aus der vorchristlichen Zeit, im Westen die frühmittelalterliche Wallanlage der Burg Grub und im Süden die markante, das Obere Itztal bestimmende Ruine der mittelalterlichen Schaumburg. Im Jahre 1909 erhielt Bachfeld im Zusammenhang mit dem Bau der Bahnstrecke Sonneberg-Eisfeld eine Bahnstation. Die Bahn überwindet bei Bachfeld die Wasserscheide Main-Weser und führt auf Grund der serpentinenartigen Trassenführung zweimal am Ort vorbei. Sie ist heute noch in Betrieb. Auf ihr fahren die weißgrünen Shuttle der Südthüringenbahn. Katastrophale Auswirkungen brachten die letzten Kriegstage im April 1945. Durch Panzerbeschuss amerikanischer Truppen brannten die alte Dorfkirche und 8 Gehöfte nieder. Die Gehöfte wurden im fränkischen Fachwerkstil wieder aufgebaut. 1953 erhielt Bachfeld den ersten Kirchenneubau der Nachkriegszeit. Die jetzige Matthäuskirche wurde am neuen Standort oberhalb des Friedhofes geweiht. Bachfeld ist ein sauberer, freundlicher Ort mit gepflegter Bausubstanz. Im Ortszentrum bildet der Gänsemarkt mit Tanzlinde, der über Staustufen abfließende Krellsenbach und der 1994/95 angelegte Dorfplatz ein charakteristischen Ensemble. Hier wird auch die traditionelle Plankirchweih gehalten. Rund um den Ort befinden sich zahlreiche Wanderwege und Aussichtspunkte. |