Leichte Sprache

Das erste standesamtliche Ja-Wort auf der Burgruine Schaumburg

Eine tolle Kulisse hatten sich Christin Witte und Patrick Timmel für Ihre standesamtliche Trauung ausgesucht. Das frisch vermählte Paar hat sich als erstes überhaupt auf der Burgruine Schaumburg in Schalkau von Sonnebergs Standesbeamtin Maika Kühn trauen lassen.
„Es ist ein wunderschönes Fleckchen Erde und es bietet sich außerdem an, auf der Schaumburg zu heiraten und in der fußläufig erreichbaren Domäne zu feiern“, begründet Christin Witte ihre Wahl. Doch ganz so einfach gestaltete sich das im Vorfeld des großen Tages für das Schalkauer Pärchen nicht, schließlich gehörte die Schaumburg nicht zu den gewidmeten Trauorten des Standesamtsbereichs.
Dem Verfahren der Widmung stimmten in diesem Jahr sowohl die Schalkauer als auch die Sonneberger Stadträte zu, weswegen dem Vorhaben schließlich nichts mehr im Wege stand. Es ist der insgesamt siebte Hochzeitsort des Standesamtes Sonneberg. In den vergangenen Jahren ist im Standesamtsbezirk Sonneberg das Angebot enorm aufgestockt worden: Zusätzlich zum Rathaus können die drei Standesbeamtinnen auch auf dem Schlossberg, der Sternwarte, im Rathaus der Stadt Schalkau, dem Schloss Rauenstein und auf der Burg Neuhaus-Schierschnitz das Ja-Wort abnehmen. „Für eine Stadt unserer Größenordnung ist das ein außergewöhnliches Angebot“, erklärt die Leiterin des Standesamtes.
Die Burgruine auf knapp 492 Meter Höhe ist nicht nur landschaftlich gesehen ein Highlight. Sie ist das größte Bodendenkmal im Landkreis Sonneberg und diente einst als Stammsitz dem Adelsgeschlecht der Schaumberger, die die umliegenden Ländereien vom 12. bis zum 14. Jahrhundert beherrschten. Vorgesehen sind zunächst drei Trauungen pro Jahr auf der Burgruine.
 
 
Fotos: Steve Hopf
 
 
 

 

 

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